Chatkontrolle: Worum es geht — und warum ZERO dagegen baut
Die geplante EU-Verordnung zur Bekämpfung von Missbrauchsdarstellungen (offiziell CSA-Regulation, im Netz „Chatkontrolle“ genannt) könnte Anbieter verpflichten, private Kommunikation clientseitig zu durchsuchen — direkt auf dem Gerät, bevor eine Nachricht verschlüsselt wird. Genau das höhlt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Kern aus.
Worum es geht
Client-Side-Scanning bedeutet: Auf deinem Telefon läuft ein Abgleich deiner Fotos und Nachrichten gegen eine Datenbank — noch bevor die Verschlüsselung greift. Ist der Scanner einmal da, ist er technisch für beliebige Inhalte erweiterbar. Aus „gegen Missbrauchsmaterial“ wird schnell ein Präzedenzfall für anlasslose Massenüberwachung ohne konkreten Verdacht.
Aktueller Stand
Der Text pendelt seit Jahren zwischen Rat, Parlament und Trilog. Verpflichtendes Scannen von Ende-zu-Ende-verschlüsselten Diensten war zwischenzeitlich vom Tisch, taucht aber in neuen Entwürfen immer wieder auf. Stand August 2026 verfolgen wir das laufend — dieser Beitrag wird aktualisiert, sobald sich etwas Belastbares ändert.
Was du tun kannst
- Ende-zu-Ende-Messenger nutzen — Signal (oder der gehärtete Fork Molly), Threema.
- Hardware ohne Wanzen — Geräte, deren Mikrofone/Sensoren du kontrollierst.
- Informiert bleiben & Druck machen — die Verordnung ist politisch, nicht technisch entschieden.
Warum ZERO dagegen baut
Unsere Geräte gehen vom Gegenteil aus: Datenminimierung, prüfbare Open-Source-Basis (GrapheneOS), kein Tracking. Eine Pflicht zum Geräte-Scanning steht dem diametral entgegen — deshalb ordnen wir die Entwicklung hier ein, statt sie zu ignorieren.
Dieser Beitrag ist ein lebendes Dokument. Korrekturen und Quellen ergänzen wir laufend.